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Aktuelles Dorsten


Ministerin-Ina-Scharrenbach-Besuch-DWG
11.03.2022
Bauministerin Scharrenbach informiert sich über Dorstener Projekte

Besuch bei der DWG auf Rundreise zu wohnungspolitischen Themen
NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach besuchte am Dienstag bei einer Rundreise im Kreis Recklinghausen zu wohnungspolitischen Themen die Dorstener Wohnungsgesellschaft DWG und ließ sich zu zwei Projekten in Dorsten den aktuellen Sachstand erläutern. Organisiert hatte die Fahrt der Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen (VdW).

Ministerin-Ina-Scharrenbach-Besuch-DWG

Das Bild zeigt (von links): Torsten Jakob, Kreisvorsitzender der CDU-Mittelstandsvereinigung, Markus Funk, Geschäftsführer von WINDOR und DWG, Miniterin Ina Scharrenbach, Stadtbaurat Holger Lohse, Bürgermeister Tobias Stockhoff und Alexander Rychter, Vorstand des VdW Rheinland Westfalen. Foto: Stadt Dorsten / Bludau

Markus Funk, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung WINDOR und der Dorstener Wohnungsgesellschaft DWG, stellte ein Projekt vor, das noch in den Kinderschuhen steckt: Der DWG gehört das zusammenhängende Gebäude Hauptstraße 1 und 5 / Koldenfeld 2 bis 4 in Holsterhausen-Dorf, das 1907 für Bergarbeiter der Zeche Baldur errichtet wurde und seit den 1980er Jahren unter Denkmalschutz steht. Der Komplex muss dringend saniert werden, um die Substanz zu erhalten und wirtschaftlich betrieben werden zu können. Als Grundlage wurde das Gebäude mit einem Laserscan detailliert vermessen und so ein „digitaler Zwilling” erstellt. Dieser wird im weiteren Projekt helfen, das Gebäude millimetergenau zu analysieren und spätere Aufträge vorzubereiten. Ziel sei es, „die wirtschaftlichen Möglichkeiten mit dem Planungsrecht und dem Denkmalschutz in Einklang zu bringen”, so Markus Funk. Ob und welche Fördermöglichkeiten für die Modernisierung des Gebäudekomplexes in Anspruch genommen werden können, ist derzeit noch offen. Ministerin Ina Scharrenbach, als Ministerin auch zuständig für den Denkmalschutz in NRW, sagte zu, ihr Haus werde das Vorhaben konstruktiv begleiten.

Ministerin Scharrenbach hat großen Anteil daran, dass die marode Ladenzeile Wulfener Markt mit insgesamt 3,7 Millionen Euro Fördergeldern aus dem Sofortprogramm zur Stärkung der Zentren in NRW abgerissen und die Fläche für eine neue Nutzung vorbereitet werden kann. Stadtbaurat Holger Lohse erläuterte den aktuellen Stand: Die Vorarbeiten für den Rückbau laufen auf Hochtouren, erste Aufträge sind bereits erteilt. Das Wulfener Planungsbüro Schmidt-Domogalla hat als Orientierung eine Rahmenplanung vorbereitet. Eine erste Bürgerwerkstatt am Donnerstag, 17. März (18 Uhr, Gemeinschaftshaus Wulfen) soll die Vorstellungen konkretisieren, bevor ein Architekten- und Investoren-Wettbewerb ausgeschrieben wird. Ziel sei eine Bebauung mit ausreichender Dichte und Höhenentwicklung, um den Wulfener Markt weiterhin räumlich zu fassen. Gleichsam bedeutend ist die Beibehaltung wichtiger Wegebeziehungen und die Herrichtung von öffentlichen, zum Teil begrünten Bereiche, erläuterte Stadtbaurat Holger Lohse, „so wie es in Barkenberg im Konzept dieser Siedlung schon immer angelegt war. Augenmerk mit auch auf einen hohen energetischen Standard zu legen sein.” Mit dem geplanten Neubau einer Kindertagesstätte in der Nähe wird hier ein Quartier entstehen, das zu Barkenberg passt: „Von einzelnen in der Praxis nicht funktionierenden Experimental-Bauten abgesehen, ist in dieser Siedlung Insgesamt vorzeigbare Architektur und funktionierender Städtebau entstanden”, so Holger Lohse. Ministerin Ina Scharrenbach, die das Projekt Wulfener Markt schon in der Antragstellung begleitet und den Förderbescheid in Wulfen persönlich übergeben hatte, zeigte sich zufrieden mit dem Fortschritt: „Das hört sich alles gut an. Es ist ein wichtiges Signal für die Stadt und den Stadtteil, dass hier alte, nicht funktionierende Substanz ersetzt wird durch ein neues Quartier.”

Bürgermeister Tobias Stockhoff dankte abschließend Ministerin Ina Scharrenbach und allen Beteiligten für das Vorantreiben beider Projekte. „Das Zusammenspiel aller Akteure bei der Nachnutzung für den Wulfener Markt läuft ganz hervorragend. Ich bin sicher, das wird bei der Revitalisierung des außergewöhnlichen Gebäudekomplexes in Holsterhausen ebenso sein.”