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Aktuelles Dorsten


Entsorgungsbetrieb
27.06.2022
Entsorgungsbetrieb

Entsorgungsbetrieb der Stadt Dorsten sammelt Daten für Wasserstoff-Abfallsammelfahrzeug.

Die Fahrzeug-Flotte des EBD wird von einem „Datensammler“ unterstützt

Die Fahrzeugflotte des Entsorgungsbetrieb Stadt Dorsten (EBD) wird ab dem morgigen Dienstag (28. Juni 2022) für zwei Wochen von einem Spezial-Müllfahrzeug des Herstellers FAUN unterstützt. Der sammelt nicht nur Abfall, sondern auch jede Menge Betriebsdaten. Der „FAUN-Datensammler“, noch mit konventioneller Dieseltechnik ausgerüstet, ist mit einer Vielzahl von Sensoren ausgestattet, um Logistik- und Energiezahlen zu erfassen. Er sammelt Informationen über topographische Besonderheiten sowie Fahrwege, Geschwindigkeit und Anzahl der geleerten Behälter. Dieser Müllwagen fährt mit der Aufschrift „Wir packen es und fahren bald mit Wasserstoff“ durch Dorsten. 

Warum das? Der EBD ist Mitglied im WINDOR-EnergieTisch, in dem sich Dorstener Unternehmen und Logistiker seit 2018 regelmäßig über alternative Antriebe zum Diesel austauschen und ein Bestandteil des Projektes HyExperts Region Emscher-Lippe sind. Beeindruckend leise und sehr effizient sind elektrisch angetriebene Fahrzeuge; Lastwagen werden ergänzt mit der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik, um mit hoher Reichweite die schweren Lasten transportieren zu können. 

Der EBD beabsichtigt mittelfristig, Müllfahrzeuge zu beschaffen, die mit „grünem“ Wasserstoff und Brennstoffzellentechnik angetrieben werden. Die Daten des „FAUN-Datensammlers“ werden mittels einer Software ausgewertet. Im Anschluss kann bestimmt werden, wie viele Brennstoffzellen im Fahrzeug verbaut werden müssen und wie groß die Batterien und der Wasserstofftank sein muss, um eine optimale Abfallentsorgung zu gewährleisten. Erst dann kann ein maßgeschneidertes Fahrzeug für den EBD bestellt und gebaut werden.

Wasserstofftankstelle

Der grüne Wasserstoff kommt 2026 nach Dorsten. Die Open Grid Europe (vormals Ruhrgas) wird im Rahmen des Projektes GetH2 grünen Wasserstoff durch Pipelines von Lingen durch Dorsten ins Ruhrgebiet liefern. Ideal für Wasserstofftankstellen, angebunden an die Pipeline können diese günstig grünen Wasserstoff beziehen. Die Betreiber von Wasserstofftankstellen errichten diese, sobald der Bedarf ab etwa ein Dutzend Wasserstoff-Lkw zu decken ist. Die Dorstener Unternehmer des WINDOR-EnergieTisches stehen in den Startlöchern, die Lkw-Hersteller haben 40-Tonner Wasserstoff-Sattelzüge für 2023 angekündigt. Die ersten Wasserstoff-Lkw und -Müllwagen werden so zunächst aus mobilen Container-Tankstellen mit Wasserstoff versorgt.